Stadtradeln 2026 - in 21 Tagen (fast) zweimal um die Welt

Von Pasi Echner Juli 14, 2026

Stadtradeln 2026 - in 21 Tagen (fast) zweimal um die Welt

Liebe Radsportfreunde,

wie bereits im Amtsblatt der letzten Woche angekündigt, soll nun in einer finalen Stat-Attack etwas ausführlicher auf die Ergebnisse des diesjährigen Stadtradelns eingegangen werden. Wir alle blicken auf drei durchaus anstrengende, aber sicherlich auch sehr ereignisreiche und befriedigende Wochen des Stadtradelns zurück. Traditionell durchlief das Schreinerdorf während dieser Zeit eine wahrhafte Transformation und wurde zum „Vélo Village“, der Radsporthochburg im Rhein-Neckar-Kreis. Die Eschelbronner Équipe machte ihrem Namen dabei wie gewohnt alle Ehre und räumte im Landkreis viele Wertungskategorien ab. Man muss es ganz klar sagen: Die radelnden Schreiner fuhren wie seit Jahren in einer eigenen Liga.

In der Einzelwertung gab es wie bereits erwähnt so viele brutale Vielfahrer wie noch nie. Mit Max „Bike Beast“ Stier fuhr erstmals ein Eschelbronner in den drei Wochen mehr als 3.000 km. Mit 3.229 km ist er der Einzige im „Club 3.000“. Vier weitere Randonneure fuhren mindestens 2.000 km in drei Wochen. Auf dem Siegertreppchen platzierten sich auf Platz zwei Pasi Echner (2.166 km) sowie auf Rang drei Tobias Karpstein (2.078 km). Knapp dahinter landeten Hans Joachim Schifferdecker (2.038 km) und Johann Triller (2.019 km). Insgesamt 17 Personen fuhren in den „Club 1.000“, zusätzlich zu den bereits Genannten: Willi Heinrich (1.866 km), Maike Himmelhan (1.663 km), Emil Himmelhan (1.655 km), Jürgen Käfer (1.247 km), Robert Dinkel (1.244 km), Matthäus Bürkle (1.239 km), Juliane Dinkel (1.213 km), Andreas Baumfalk (1.110 km), Dieter Heß (1.043 km), Hans Dieter Geiss (1.032 km), Markus Wieland (1.030 km) und Mathias Runz (1.003 km).

Kopfspuren

Etliche Stunden auf dem Rad hinterlassen ihre Spuren

Im Eschelbronner Grümpelradeln gab es eine Sensation: Der Seriensieger TV Eschelbronn Hobbyradler wurde durch den Club Cycliste 2024 entthront. Der CCE landete mit 14.223 km knapp vor dem TVE mit 13.875 km. Platz drei ging an das Wolfsrudel mit 12.885 km. Die meisten gefahrenen Kilometer pro Teilnehmer hatte allerdings die TTV Schlägertruppe (728 km).

Club Cycliste 2024 on Tour

Der CCE-Schnellzug auf Tour mit Endstation Titel

Ganz eng ging es in der Weltmeisterschaft der Kommunalparlamente zu. Am letzten Tag überschlugen sich die Ereignisse und Eschelbronn dachte bereits, sich den schon verloren geglaubten Weltmeistertitel kurz vor Mitternacht auf den letzten Kilometern noch ergattert zu haben. Man zog in einem brachialen Endspurt an Krummendiek im Kreis Steinburg (377,75 km) vorbei und fühlte sich mit 408,35 km pro Gemeinderat bereits als erneuter Weltmeister. Leider schob sich nun im Nachtragezeitraum allerdings Altheim im Alb-Donau-Kreis mit 475,27 km noch auf den ersten Rang. Damit ist der Eschelbronner Gemeinderat erstmals seit fünf Jahren geschlagen und nur noch auf Rang zwei. Hier gilt es, im nächsten Jahr wieder eine Schippe draufzulegen und den Titel ins Schreinerdorf zurückzuholen.

In der aussagekräftigsten Wertungskategorie der Kommunen - der gefahrenen Kilometer pro Einwohner - landete Eschelbronn (28,45 km) wie immer konkurrenzlos auf dem ersten Platz vor Ladenburg (15,13 km) und unseren Freunden aus Neidenstein (14,33 km).

In der Teamwertung platzierte sich die Équipe Vélo Village Eschelbronn (74.888 km) hinter dem Carl-Benz-Gymnasium Ladenburg (118.295 km) und dem Carl-Friedrich-Gauss-Gymnasium (103.071) auf Rang drei.

In Eschelbronn wird sich auch tatkräftig darum gekümmert, dass der Erfolg keine Eintagsfliege bleibt. Durch hervorragende Jugendarbeit wird die neue Generation von Randonneuren bereits herangezüchtet. Die Schlosswiesenschule nahm erneut am Schulradeln teil. 53 Teilnehmer fuhren hier 4.231 km. Sieger in der Einzelwertung der Schüler war Ben Tuch (330 km) auf Rang eins, gefolgt von Mia Käfer (305 km) sowie Leon Honisz (167 km). Die weiteren Schüler, die mindestens 100 km zurücklegten, waren Elisabeth Brückner (152 km), Lou Kropp (136 km) und Elina Karpstein (126 km)

Erstmals stellte auch der Kindergarten ein eigenes Team. Die allerjüngsten Teilnehmer saßen dieses Jahr schon im Alter von drei Jahren auf dem Rad. Die Holzwürmer fuhren sage und schreibe 726 km. Da muss einem um den Nachwuchs im Vélo Village Eschelbronn nicht bange sein.

Das soll es für dieses Jahr von der Stadtradeln-Berichterstattung gewesen sein. Wenn Sie 2026 noch nicht am Start waren, dann machen Sie nächstes Jahr mit, denn nach dem Stadtradeln ist vor dem Stadtradeln. Ein ganz großes Dankeschön an alle 280 Teilnehmer aus dem Schreinerdorf - jeder Zehnte war dabei -, die in 3.532 Fahrten mit 79.120 km fast zweimal den Erdball umrundet und - fiktiv- 13 Tonnen CO2 vermieden haben. Jeder dieser Werte stellt einen neuen Rekord in unserer Stadtradeln-Geschichte dar. Chapeau!

Vive le vélo! Allez les cyclistes d’Eschelbronn!

Mit sportlichem Gruß und Kette rechts

Pasi „Eddy“ Echner Gemeinderat, Radsport-Traditionalist und Bewahrer der Radkultur